Gesundheit

 

HCM? PKD? GSD4?

Audiometrischer Test?

-Wozu denn all diese unnötigen Untersuchungen? Unnötig?- Nur wenn sie ihre Katze NICHT lieben.

 

Ein kleines Vorwort.....

Tatsache ist: Eine Katze kann noch so schön sein, ein Großer Internationaler Champion sein - und trotzdem todkrank sein. Da bringt einem auch ein noch so hoher Titel nichts. Denn HCM oder PKD ist es egal ob denn die Katze ohne oder mit Titel ist, oder von eine Tochter/Sohn von einem xxx CH. Sowieso ist. HCM kommt genauso gehäuft bei Haus- wie auch Großkatzen vor, niemand ist davor geschützt.
Viele Züchter meinen noch immer, dass ein Herz-Ultraschall (bitte immer bei einem routiniertem Kardiologen machen – nur der hat die passenden Geräte UND die Ausbildung dazu)  ja "eh nur" eine Momentanaufnahme ist und sie desswegen nichts bringt. Ja, stimmt- es IST eine Momentaufnahme. Aber wenn ich zu diesem Moment schon sagen kann, dass dieses Tier das für die Zucht vorgesehen ist krank ist, und diese Krankheit an dessen Kinder und Kindeskinder weitergeben wird - ist es dann nicht in der Verantwortung des Züchter dies Ausschließen zu können? Immerhin gibt es diese Medizinische Möglichkeit. Natürlich, ein Besuch beim Kardiologen kann schon einmal über hundert Euro kosten, aber sollte das einem das nicht wert sein?
Natürlich, auch wenn beide Eltern oder deren Eltern auch geschallt sind heißt es nicht, dass man nun eine lebenslange Garantie hat! Desswegen ist es so wichtig nicht nur einmal „alibihalber“ vor dem ersten Wurf mit einem Jahr auf HCM schallen zu gehen, sondern regelmäßig. So kann man die Wahrscheinlichkeit zumindest etwas verringern. Ich denke das sollte im Interesse eines jeden Züchters liegen der seine Rasse, seine Katzen und auch seine Kitten liebt.
Daher sprechen sie den Züchter auch darauf an OB er testet (und lassen sie sich die Befunde zeigen) - zum Schutz der Katze und deren Babys sollte zumindest vor einem neuen Wurf getestet werden, oder zumindest alle 1.5-2 Jahre. Denn es geht ja nicht nur um den Nachwuchs, sondern um die eigene Katze genauso.
Bitte verteufeln oder reden sie keine Cattery schlecht wenn ein HCM Fall aufgetreten ist. Auch wenn es einen schmerzt wenn man selber betroffen ist. Katzen sind Lebewesen und keine Sachen, auf die es Garantie gibt; man kann nur sein Bestes geben um alle Bereiche so gut wie möglich abzudecken als Züchter

 

HCM und PKD

Kardiomyopathie bedeutet grob übersetzt Herzmuskelerkrankung. Die Hypertrophe Kardiomyopathie (HCM) ist eine Erkrankung, welche durch eine Verdickung des Herzmuskels gekennzeichnet ist. Da diese Erkrankung auf Englisch "hypertrophic cardiomyopathy" heißt, wird sie auch im Deutschen als HCM oder HKM bezeichnet. Die Verdickung kann die gesamten Herzmuskeln, aber auch nur Teilabschnitte umfassen. Kommt es zu einer Verdickung unterhalb der Hauptschlagadermündung, spricht man von einer Obstruktion. Diese führt in der Regel zu einem Herzgeräusch. Die Muskulatur des Herzens wächst praktisch in den Kammerinnenraum, so dass sich das Lumen im Verhältnis zur Wandstärke erheblich verkleinert. Das Herz kann sich jetzt nicht mehr ausreichend mit Blut füllen, worauf es zu einem Rückstau in die linke Vorkammer und anschließend in den Lungenkreislauf kommt. Die Bildung von Lungenödemen (Flüssigkeit in der Lunge) oder Pleuralergüssen (Flüssigkeit in der Brusthöhle) ist die Folge.

Ein plötzlicher Herztod tritt oft im Alter von 4 - 7 Jahren auf. Aggressive Formen jedoch, können sich bereits in jungem Alter (sogar schon mit 1Jahr) abzeichnen.

Oft argumentieren Züchter damit, dass ein Ultraschall mit einem Jahr nichts bringe, weil HCM ja selten in diesem Alter auftaucht... nur wird eines vergessen: Nicht alle Herzerkrankungen sind HCM! Auch ein PDA, Aorteninsuiffizienzen oder Herzklappenprobleme können so frühzeitig erkannt werden.

http://www.tierkardiologie.lmu.de/besitzer/hypertrophe-kardiomyopathie.html
http://www.tierklinik.de/medizin.php?content=00148
HCM bei Norwegern: http://www.nfchcm.com/

 

 

GSD IV - Glykogenspeicherkrankheit IV der Norwegischen Waldkatze

Im Voraus ist zu sagen das Kätzchen, die Träger dieses Gendefektes sind, nicht krank sind, oder es werden!

Hier eine kurze Zusammenfassung des Gendefekts GSD IV:

GSD4 ist eine Form von mehreren Glykogenstoffwechselerkrankungen, die zusammenfassend auch als Glykogenosen bezeichnet werden. Aufgrund eines Speicherfehlers sammelt sich das unlösliche Glykogen in den Zellen, insbesondere in der Leber und dem Muskel- und Nervengewebe an, was zur Zell- und Organschädigung führt.

Ein Tier das GSD4/GSD4 (und damit positiv) ist, wird unweigerlich bis spätestens dem 14. Lebensmonat sterben! (das bitte nicht mit einem "Trägertier" als GSD4/N verwechseln)

Daher ist es zwingend notwendig zu wissen, ob ein oder beide Eltern Träger sind. Sobald nur ein Tier negativ ist (N/N), ist die Verpaarung kein Problem. --> Der einzige Unterschied für Liebhaber und Züchter sollte sein, dass sich ein Züchter möglichst kein Trägertier behält. Denn somit wäre gewährleistet, dass dieser Gendefekt in wenigen Jahren ausgestorben wäre - und das ohne das Tier selber zu kastrieren und deren Gene für die Zukunft zu verlieren.

Um diesen Gendefekt ausschließen zu können, bedarf es nicht viel: Ein kostenloses Test-Set (Umfasst verschließbare Wattestäbchen und einen Antrag) von zB. Laboklin kostet max 50Euro. Mittels dieses Wangenabstriches wird untersucht, ob die Katze ein Träger (GSD4/N) ist, oder ein Nicht-Träger (N/N).

Mehr dazu bei Biofocus: http://www.ams-muenster.com/gsd4/bilder/biofocus.pdf

.GSD4 bei Norwegern: http://gsd4.de.vu/

 

FRÜHKASTRATION

Ein weiteres Thema das sehr umstritten ist, ist das der Frühkastration. Auch hier gibt es viele Für und Wieder. Und das nicht von Züchtern oder Liebhabern, sondern auch von Ärzten. Einige machen es seit Jahren und sind sehr zufrieden damit - andere wiederrum würde nie ein Kitten unter 6mon kastrieren. (TAs die noch immer die veraltete Meinung vertreten das eine Katze einmal gerollt haben muß oder noch besser einmal Mutter sein muß lasse ich hier aus)

Meine Tiere sind frühkastriert. Nach einigen Jahren der Überlegungen, habe ich mich seit 2009 dazu entschlossen alle Liebhabertiere kastriert abzugeben. Ich habe bereits Tiere mit 4.5mon, 5.5mon, 6mon und 3 Jahren kastrieren lassen. Und ausnahmslos die jüngsten haben die Kastration am leichtesten und schnellsten hinter sich gebracht. Kaum war das zweite Kitten kastriert, wollte Kätzchen Nr.1 schon wieder spielen...

Auch hier einige Interessante Links:

Frühkastration

http://deambarino.bavarian-petcare.com/medizinisches/fruehkastration/fruehkastration.htm
http://www.helkenberg-maine-coon.de/HP_2003/Health/Fruhkastration.html
http://www.cat-care.de/fruehkastration.pdf
http://www.tierheim-forchheim.de/katzenkastration-frueh.html

 

 

Weiße Katzen/ Der Audiometrie-Test

 

Die Hirnstammaudiometrie, bekannt auch unter dem Namen BAER (Brainstem Auditory Evoked Response) Test, bietet momentan die einzige Möglichkeit herauszufinden, ob ein Tier voll hörend ist, oder ob eine Einseitig- oder Beidseitige Taubheit vorliegt.

Zur Zucht zugelassen sind nur beidseitig hörende Tiere.

Seit längerer Zeit weiß man, dass es bei weißen Katzen gehäuft zu Problemen bezüglich der Hörfähigkeit kommen kann. Lange Zeit konnte das Hörvermögen nur mittels „Klatsch-Tests“ bestimmt werden. Die Zuverlässigkeit dieser Tests ist ersichtlich: Ist eine Katze nur einseitig hörend, so wird sie trotz allem auf ein Geräusch reagieren. Beidseitig taube Tiere spüren vielleicht den Luftzug und drehen sich desswegen just in diesem Moment um.

Daher gilt die Ableitung von Hirnstammpotentialen im klinischen Einsatz als erprobtes und objektives Untersuchungsverfahren mit reproduzierbaren Ergebnissen. (Info: Das Hörvermögen der gesunden Katze liegt in einem Frequenzbereich von 45–64 000 Hz. Damit hört die Katze deutlich höhere Tonlagen als der Mensch (bis 23 000 Hz).)

Die Untersuchung:
 
Der Test wird unter einer leichten Sedierung durchgeführt, da die Katzen die Platzierung der dazu nötigen Ohrenstöpsel und der unter die Haut gesetzten feinen Nadelelektroden im Wachzustand kaum tolerieren. Zusätzlich verhindern so genannte Bewegungsartefakte (fehlerhafte/künstliche Kurven, die auf Grund von Bewegungen entstehen) die Ableitung von eindeutig interpretierbaren Wellen. Durch diese Ohrenstöpsel werden nun so genannte Klick-Stimuli in verschiedenen Lautstärken gesendet, die wie jedes Geräusch via Mittel- und Innenohr als Schallwellen weitergeleitet, im Innenohr in Nervenpotenziale umgewandelt und entlang des Hörnerven ins Gehirn weitergeleitet werden, wo sie messbare Aktivität erzeugen. Diese Aktivität von Innenohr und Gehirn wird durch die Nadelelektroden aufgenommen und durch ein auf einem Computer basierenden System verarbeitet. Dies geschieht auf ähnliche Weise wie eine Antenne Radio- oder TV-Signale aufnimmt oder wie ein EKG die Herzaktivität aufzeichnet. Die aufgezeichneten Wellen (Potenziale) werden mit römischen Ziffern von I bis V nummeriert. Welle I wird in der Cochlea des Innenohrs generiert, also derjenigen Struktur, die bei Vorliegen einer angeborenen Taubheit degeneriert ist. Bei tauben Tieren mit Cochleadegeneration lassen sich somit keine Potenziale ableiten.

Die Lautstärke mit der eine Katze getestet wird liegt meist bei 70 Dezibel, da dies in etwa einer normalen Sprechlautstärke entspricht. Ein Wert von 90 Dezibel wird bereits als schwerhörig bezeichnet.


Beispielbilder und Erklärungen zum BEAR-Test des J&K-Wurfes:

Am 27.3.2010 war es soweit. Für die weißen Babys Dragonlance´s Jupiter, Kahn, Kitiara und Kassandra war der Tag des BEAR-Tests gekommen. Da es kaum Informationen bez. der Hörfähigkeit von farbigen Tieren gibt, hatte ich mich entschlossen Jewel und Kassandra ebenfalls mitzunehmen.

Bei Mag.Bregenzer im 19. Bezikr war es dann soweit. Das erste Kitten war an der Reihe. - Jupiter.
Er bekam eine leichte Sedierung und wir warteten, bis er ins Land der Träume geglitten war.
Dann wurden ihm Nadelelektroden seitlich unter das Ohr gesetzt, eine am Hinterkopf. Ein farblich markierter Ohrstöpsel für jedes Ohr.

Audiometrie Test

- Nun folgte der große Moment: Die Lautstärke der Ohrstöpsel wurde auf 70dB eingestellt – und Gott sei dank, man konnte am Computer bei beiden Ohren einen deutlichen Ausschlag sehen. Jupiter war beidseitig hörend!

Audiometrie Test

Nun war Kitiara dran. Das gleiche Prozedere noch einmal, Lautstärke hoch – und…. die Kurve für das linke Ohr schlug nicht aus. Mag. Bregenzer platzierte zur Sicherheit die Elektrode noch einmal um beim linken Ohr und startete einen erneuten Versuch und verstärkte auf 90dB. Nichts. Kitiara ist am linken Ohr taub.

Audiometrie Test

Das gleiche Ergebnis folge bei Kahn – einseitig taub. Als jedoch Kassiopeia beidseitig taub getestet wurde, wusste ich – kein Klatschtest, keine Piep&Schmatzgeräusche können wirklich beweisen, dass eine Katze hört. Ich hätte beschwören können, dass sie alle zumindest einseitig hörend sind.

 

Was bedeutet eine taube Katze für ihren Besitzer?
Kassiopeia war bis zu dem BEAR Test eine normale, fröhliche und unbeschwerte Katze. Und nach dem Test? Genau die gleiche, nur machte ICH mir Sorgen, MIR tat sie leid, weil sie nie das rascheln eines Sackerls kennenlernen würde. Nie das zwitschern eines Vogels hören würde.
- NUR: Sie kennt es nicht. SIE weiß nicht, dass wenn man auf ein Sackerl springt, es sich nicht nur lustig anfühlt, sondern dass es auch Geräusche von sich gibt. Sie lebt in ihrer eigenen Welt, wo es Farben, Bewegung und Geschmack gibt. Nur eben keine Geräusche.
Auch wenn es mir heute noch immer leid tut das sie taub ist, so weiß ich zumindest, dass ICH es bin der traurig ist – aber Kassiopeia ist ein glückliches Kätzchen.

Der einzige wirkliche Unterschied besteht darin, dass eine taube Katze nie unbeaufsichtigt  Freilauf haben sollte. Auch wenn ihre anderen Sinne sicherlich geschärft sind – es fehlt trotz allem ein Sinn.
Gesellschaft sollte ein taubes Kitten auf jeden Fall haben! So hat sie einen Lebensgefährten an dem sie sich tagtäglich orientieren kann.

 

 

Wenn ihnen diese Homepage gefällt, würde ich mich über einen Gästebucheintrag freuen!

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

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